Hervorgehobener Beitrag

Herzlich Willkommen!

Die Kommunikationswissenschaft ist eine Sozialwissenschaft, die stark durch normative Randbedingungen geprägt ist, welche die Gesellschaft an sie heran trägt. Digitalisierung, Globalisierung, Individualisierung, Kommerzialisierung – der gegenwärtige Medienwandel und die neuen Möglichkeiten öffentlicher Kommunikation erfordern die Diskussion und Reflektion der Normen und Werte des Fachs. Genau diese Reflektion ist Ziel des wissenschaftlichen Netzwerkes „Werte und Normen als Forschungsgegenstände und Leitbilder in der Kommunikationswissenschaft“, welches die Deutsche Forschungsgemeinschaft für drei Jahre unter der Leitung von Dr. Arne Freya Zillich und Dr. Claudia Riesmeyer fördert.

Bei Fragen und Anregungen können Sie uns gern eine Nachricht an werte.normen(at)uni-jena.de schreiben.

Aufsatz in Publizistik erschienen

Unterschiedliche Werte und Normen leiten die Forschung in der Kommunikationswissenschaft und zählen zu ihren zentralen Untersuchungsgegenständen. Davon zeugt auch die kommunikationswissenschaftliche Literatur, in der z.B. von journalistischer Objektivität, Partizipation oder Medienkompetenz die Rede ist. Doch wie lassen sich solche Werte und Normen darin systematisch identifizieren? In einem Aufsatz, der nun in der Publizistik erschienen ist, stellen Arne Freya Zillich (Jena), Claudia Riesmeyer (München), Melanie Magin (Mainz), Kathrin Friederike Müller (Münster), Senta Pfaff-Rüdiger (München), Liane Rothenberger (Ilmenau) und Annika Sehl (Oxford) hierfür ein systematisches Analyseraster vor. Werte und Normen werden darin als Sollensvorstellungen operationalisiert, die entweder eine Situationsanalyse vornehmen und bewerten oder einen erstrebenswerten Zustand benennen.

Zur Zusammenfassung und dem Aufsatz geht es hier.

Beitrag im DGPuK-Tagungsband

Kürzlich ist der Tagungsband zur DGPuK-Jahrestagung 2015 zum Thema „Verantwortung – Gerechtigkeit – Öffentlichkeit. Normative Perspektiven auf Kommunikation“ erschienen, in dem das Netzwerk mit dem Beitrag „Werte normen, Normen werten. Theoretische und methodische Herausforderungen ihrer Analyse“ vertreten ist. In diesem Beitrag zeigen wir auf, welche theoretischen und methodischen Herausforderungen sich bei der Analyse von Werten und Normen ergeben und unterbreiten Vorschläge, wie diese gemeistert werden können. Hierzu befassen wir uns mit drei Herausforderungen: der Definition von Werten und Normen, der empirischen Erfassung von Werten und Normen in kommunikationswissenschaftlichen Zeitschriftenaufsätzen und dem Mehrwert einer solchen Analyse für die Praxis. Einen Blick ins Buch gibt es hier.

Zum Tod von Wolfgang Donsbach

Mit tiefer Bestürzung haben wir vom Tod Wolfgang Donsbachs erfahren. Als Mentor hat er sich mit sehr viel Elan und Commitment in das Netzwerk eingebracht und es mit seinen Ideen in den vergangenen zwei Jahren maßgeblich bereichert. Seine Erfahrung und sein Weitblick waren eine Inspiration für uns; seine kritischen Nachfragen haben uns so manche Selbstverständlichkeit hinterfragen lassen. Er hat uns stets spüren lassen, für wie wichtig und wertvoll er unser Projekt erachtet und welche Relevanz es für die Scientific Community hat. Er hat sich im wahrsten Sinne des Wortes als Mentor für das Netzwerk verstanden. Wir werden ihn schmerzlich vermissen und sind ihm zu großem Dank verpflichtet.

Aufsatz in Communicatio Socialis

In der aktuellen Ausgabe der Zeitschrift Communicatio Socialis ist ein Artikel von Arne Freya Zillich, Kathrin Friederike Müller, Christina Schumann und Stephanie Geise mit dem Titel „Werte in der Rezeptions- und Wirkungsforschung. Exploration des Forschungsfeldes“ erschienen. In dem Beitrag präsentieren wir Ergebnisse unserer Vorstudie und zeigen anhand einer Literaturanalyse auf, in welchen inhaltlichen Problemfeldern Werte und Normen in der Rezeptions- und Wirkungsforschung bisher untersucht wurden. Eine Zusammenfassung des Aufsatzes finden Sie hier.